Beruf

Entspannungspädagoge: Ein Beruf mit Zukunft

 

Warum Entspannung so wichtig ist

Unsere Zeit ist davon geprägt, dass Stress und Leistungsdruck immer mehr zunehmen. Hohe Arbeitslosenzahlen führen bei denen, die noch Arbeit haben, zu erhöhten Anforderungen. Diejenigen, die seit langem keine Arbeit (mehr) haben, tragen oft schwer daran, mit dieser Situation zurechtzukommen. Der Druck, besser und schneller zu sein, nimmt zu. Dabei ist es sehr wichtig, in der Lage zu sein, trotz hoher Anforderungen stets auf sich und seine Gesundheit zu achten. So merkwürdig es klingt, aber dies ist etwas, was man üblicherweise nicht lernt. Es wird als selbstverständlich angenommen, dass man weiß, wie man sich erholen, sich entspannen kann und dass man dies auch regelmäßig tut. Ein Blick in die Realität aber zeigt, dass viele sich häufig überfordern und dadurch krank werden.

Die Aufgabe eines Entspannungspädagogen / Entspannungstrainers

Immer mehr Personen müssen erst lernen, wie man sich richtig entspannt. Die Aufgabe des Entspannungspädagogen / Entspannungstrainers ist es nun, die entsprechenden Verfahren zu vermitteln. Besonders bewährt haben sich dabei das Autogene Training oder die Progressive Muskelentspannung. Diese Entspannungsmethoden sind wissenschaftlich anerkannt und relativ schnell erlernbar.

 

Berufsbild / Perspektiven

Die Ausbildung vermittelt Ihnen ein fundiertes Wissen und die notwendige praktische Erfahrung. So eröffnen sich Ihnen verschiedene Möglichkeiten:

Qualifizieren Sie sich als Ausbilder in Ihrer Firma, Organisation, oder Einrichting

Unterweisen Sie Mitarbeiter, Schüler, Patienten oder Kurgäste in Autogenem Training und Progressiver Muskelentspannung nach Jacobson.

Vorteil: Sie brauchen keine eigenen Räume zu mieten und kommen ohne größere Werbeaktivitäten an Ihre Kursteilnehmer. Ihre Arbeit wird abwechslungsreicher, Ihr Angebot größer und wenn Sie wollen, können Sie sich damit eines Tages selbständig machen.

Erweitern Sie Ihr bestehendes Angebot

Als Freiberufler oder Selbständiger können Sie Ihr bestehendes Angebot um ein attraktives Zusatzangebot ergänzen und so auch neue Kunden gewinnen. Nutzen Sie dafür Ihre eigenen Räumlichkeiten oder geben Sie Kurse an Volkshochschulen oder in Fitnessstudios und in Praxen von Ergotherapeuten oder Ärzten.

  • Gesundheitsbereich: Als Heilpraktiker, Physiotherapeut, Logopäde, Psychologe, Psychotherapeut oder Arzt unterstützen Sie Einzelpersonen und Gruppen bei der Vorbeugung und Behandlung der gesundheitsschädlichen Folgen von Stress.
  • Bildung / Schule: Fördern Sie Konzentration beim Lernen, den Abruf von Lernleistungen in Prüfungen und die sichere Präsentation von Wissen in Vortrag und Seminar.
  • Coaching / Training: Vermitteln Sie in Einzelcoachings oder in Firmenseminaren die Fähigkeit, kompetent und selbstsicher mit Belastungssituationen umzugehen (Vorstellungsgespräche, schwierige Kunden, Schüchternheit, …).

Geben Sie Kurse, die von den Krankenkassen bezuschusst werden

Wenn Sie zusätzlich zur Ausbildung als Entspannungspädagoge über eine der geforderten Grundausbildungen verfügen, können Ihre künftigen Kurse von den Krankenkassen als Präventionskurs anerkannt werden. Ihre Kursteilnehmer können dann die Kosten des von Ihnen geleiteten Kurses in Autogenem Training oder in Progressiver Muskelentspannung ganz oder teilweise von den Krankenkassen ersetzt bekommen. – Selbstverständlich dürfen Sie nach Ihrer Ausbildung als Entspannungspädagoge solche Kurse aber auch dann geben, wenn Sie nicht über eine dieser Grundausbildungen verfügen. Auch ohne diesen Zuschuss durch die Krankenkassen sind viele Personen daran interessiert, einen fundierten Entspannungskurs zu buchen.

Schaffen Sie sich ein Fundament für ein zweites Standbein oder den Einstieg in die Selbständigkeit

Wenn Sie unzufrieden mit Ihrer jetzigen Tätigkeit sind oder sich eine berufliche Existenz aufbauen möchten, so bietet Ihnen diese Ausbildung eine solide, zukunftssichere Perspektive. Geben Sie Kurse an Volkshochschulen, in Fitness-Studios oder eröffnen Sie Ihre eigene Entspannungspraxis.

Spezialisieren Sie sich

Als Entspannungspädagoge / Entspannungspädagogin verfügen Sie über eine Ausbildung, die sehr gut mit weiteren Aus- und Fortbildungen kombinierbar ist.

  • Autogenes Training für Kinder: Wenn Sie auch mit Kindern arbeiten möchten, empfehlen wir Ihnen zusätzlich unseren Kompaktkurs “Autogenes Training mit Kindern” (sie werden auf eine externee website weitergeleitet).
  • Stressmanagement-Trainer: Zum kompetenten Umgang mit Stress gehören neben der Beherrschung einer Entspannungstechnik wie dem Autogenen Training oder der Progressiven Muskelrelaxation weitere “Strategien”: Z.B. Nutzung von Ressourcen, das tägliche Geniessen, positive Selbstinstruktionen, das Vermeiden von kognitiven Fehlern, Zeit- und Selbstmanagement. Unsere Ausbildung zum geprüften Stressmanagement-Trainer (sie werden auf eine externee website weitergeleitet) vermittelt Ihnen alles Notwendige, um z.B. entsprechende Firmenseminare anzubieten.
  • Lerntrainer: Probleme beim Abruf von Gelerntem (“Zuhause kann ich alles, aber in der Prüfung war alles wie weg”) haben oft zwei Ursachen: (1) die Aufregung/ Prüfungsangst (der sich mit Entspannung begegnen lässt) und (2) falsche Lernstrategien. Wie Sie Lernende bei Prüfungsangst und mit besseren Lernstrategien unterstützen können, zeigen wir Ihnen zum Beispiel in unserem Seminar mentale Techniken gegen Prüfungsangst (sie werden auf eine externee website weitergeleitet).
  • Mentaltraining: Es ist schon lange bekannt, dass man private aber auch berufliche Ziele jedweder Art am besten erreicht, wenn man seine Ziele visualisiert (sich bildlich vorstellt) und sich positive Selbstinstruktionen gibt. Am besten versetzt man sich dazu vorher in einen entspannten Zustand. Wie man dazu am besten vorgeht und dies seinen Kursteilnehmern/Klienten vermittelt, ist das Thema unserer Fortbildung “Grundlagen des Mentaltrainings” (sie werden auf eine externee website weitergeleitet).